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Für die Aktion zählen alle Einzelspenden, die am 29.03.2026 zwischen 9:00–23:59 für unser Projekt auf betterplace.org eingehen. Für diesen Spendenmarathon stehen 10.000 € Aktions-Budget zur Verfügung. Am Ende der Aktion wird das Budget anteilig verteilt: Dafür wird berechnet, wie hoch die Spendensumme unseres Projekts im Verhältnis zur Gesamtspendensumme aller teilnehmenden Projekte im Aktionszeitraum war. Entsprechend dieses Anteils erhalten wir zusätzliches Geld aus dem Fördertopf. Erhält unser Projekt z.B. 5 % der gesamten Spendensumme der Aktion, bekommt es zusätzlich 5 % des Aktions-Budgets, sprich 500 €.
Liebe Unterstützer:innen von QuerKlang,
die Berliner Politik hat überraschend und drastisch die Fördermittel für kulturelle Bildungsprojekte gekürzt. Diese Kürzungen treffen uns als QuerKlang besonders hart und gefährden unsere Arbeit, die seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Kulturellen Bildung und kulturellen Vielfalt in Berlin leistet.
Was ist QuerKlang?
QuerKlang ermöglicht allen jungen Menschen den Zugang zur komponierter Musik auf der Basis kreativer, kollektiver Arbeitsprozesse, die sonst oft außerhalb ihres Erfahrungsbereichs liegen. In Zusammenarbeit mit Schulen und Künstler:innen erstellen die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Kompositionen - ein einzigartiges Projekt, das Kreativität, Teamgeist und künstlerische Selbstentfaltung fördert.
Warum brauchen wir Ihre Unterstützung?
Die Kürzungen stellen unsere Projekte im kommenden Jahr auf eine harte Probe. Ohne ausreichende finanzielle Mittel können wir keine Workshops, Aufführungen und Kooperationen mehr durchführen. Junge Menschen verlieren eine wertvolle Gelegenheit, Musik auf innovative und partizipative Weise zu entdecken.
Helfen Sie mit!
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie es uns, auch in Zeiten knapper öffentlicher Mittel weiterhin mit Berliner Schulen zusammenzuarbeiten und das kreative Potenzial junger Menschen zu fördern.
• 100 € finanzieren Materialien für einen Workshop
• 500 € sichern die Teilnahme eines Kindes an einem Projekt
• 1.000 € ermöglichen eine Schulaufführung einer Schülerkomposition
Jeder Beitrag - egal in welcher Höhe - bringt uns unserem Ziel näher, QuerKlang zu erhalten, um jungen Menschen weiterhin den künstlerischen Gestaltungsraum der Neuen Musik und aktiven künstlerisch-ästhetischen Erfahrungen zugänglich zu machen.
Gemeinsam können wir QuerKlang retten und dafür sorgen, dass diese wichtige kulturelle Arbeit für Berliner Kinder und Jugendliche auch in Zukunft Bestand hat. Teilen Sie diesen Aufruf in Ihrem Netzwerk und helfen Sie uns, mehr Menschen für unsere Sache zu begeistern.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für die kulturelle Bildung in Berlin!
Ihr QuerKlang-Team*
Die Platzzahl ist begrenzt. Es gibt keinen Nachleinass.
Anna Freud Schule – OSZ für Sozialwesen – Schöneberg
Freie Grundschule Pfefferwerk – Prenzlauer Berg
Willkommensschule TXL – Reinickendorf
Friedensburg Oberschule – Wilmersdorf
QuerKlang bringt in Kooperation mit MaerzMusik kollektive Kompositionen von Schüler*innen aus Berlin zur Uraufführung. Im Rahmen des Projekts erforschen sie Klänge, setzen diese in Beziehung zueinander und machen ihre Entdeckungen für andere hörbar. Begleitet werden sie von Teams, die aus Pädagog*innen, Komponist*innen und Studierenden bestehen.
Die Beschäftigung mit neuer und zeitgenössischer Musik beschränkt sich in der Schule meist auf einige wenige ausgewählte Werke und Komponist*innen. Dass die zeitgenössische musikalische Sprache eine persönliche Ausdrucksform darstellt, die auch musikalischen Laien zur Verfügung steht, bleibt bei der punktuellen Beschäftigung mit einzelnen Werken völlig ausgeklammert. Die Folge sind oft Unverständnis und Intoleranz gegenüber der Vielfalt neuer Musik.
Dieser Tendenz wirkt QuerKlang entgegen, indem es Schüler*innen ermutigt, selbsttätig mit musikalischem Material zu experimentieren und eigene Kompositionen zu gestalten. Dabei geht es nicht nur darum, Neugier und Offenheit gegenüber ungewöhnlichen musikalischen Materialien zu wecken, sondern auch ein grundsätzliches Verständnis für den Arbeitsprozess des Komponierens zu entwickeln: Die Schüler*innen erleben sich selbst als Komponist*innen, die – außerhalb des Kriteriums von „schöner“ und „hässlicher“ Musik – musikalische Prozesse erfinden, beurteilen, modifizieren und schließlich gemeinsam öffentlich aufführen.
Angeleitet und begleitet von Komponist*innen, Musiklehrer*innen und Musikstudent*innen der Universität der Künste Berlin haben sich seit 2003 mehr als 1.000 Berliner Schüler*innen im Rahmen ihres Musikunterrichts mit der Gestaltung musikalischer Prozesse beschäftigt: Zielsetzung ist die Entwicklung eigener Kompositionen, die im Rahmen von MaerzMusik öffentlich aufgeführt werden.
Seit Herbst 2024 arbeiten Vertreter*innen aus den Programmen der Kulturellen Bildung Berlins, aus Schule und Kita, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Dialog mit Politik und Verwaltung im Berliner Runden Tisch Kulturelle Bildung im Kontext Schule und Kita (BeRuTiKuBi) zusammen.
Nun wurden die gemeinsam erarbeiteten Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Sie formulieren konkrete Schritte, um Kulturelle Bildung als festen Bestandteil guter Bildung in Berlin zu sichern und weiter zu entwickeln.
Jede der 28 Empfehlungen fasst in einem kurzen Satz zusammen, was jetzt zu tun ist. Sie wird ergänzt durch vertiefende Hintergrundtexte und Ziele.
Die Empfehlungen machen deutlich: Kulturelle Bildung ist kein Nice-to-Have, sondern Grundlage für gerechte Bildungsteilhabe und Zukunftsfähigkeit. Sie eröffnet Kindern und Jugendlichen Räume, in denen Kooperation, Kreativität, kritisches Denken und Kommunikation eingeübt werden – Kompetenzen, die sie brauchen, um Gegenwart und Zukunft aktiv mitzugestalten.
Die Handlungsempfehlungen sind ab sofort online unter https://inkubi.berlin/kategorie/empfehlung/ und https://inkubi.berlin/alle-empfehlungen-auf-einen-blick/
„Ich spiele den Eierschneider“, verkündet Davido selbstbewusst. Dass „man mit allem, ja wirklich mit ALLEM Musik machen kann“, stellt auch Isabella fest. Man brauche einfach nur Ideen und Fantasie, um Geschichten zu erzählen, „die durch die Musik, durch die Klänge lebendig werden. Im Zuge des kollektiven Komponierens erlebt Michelle das Potential von Teamarbeit: „Ich habe gelernt, dass im Team etwas viel Besseres rauskommt, als wenn man's alleine macht, da ja alle ihre Ideen einbringen.“
Das gemeinsame und demokratische Gestalten von Klängen zu Musik – dies ist die Aufgabe, die QuerKlang an die Schüler:innen stellt.
Was simpel klingt, ist aber tatsächlich eine große Herausforderung. Denn: Wer hat zuvor schon einmal komponiert? Was ist komponieren? Was brauche ich dazu? Welches musikalische Material verwende ich als Grundlage? Was ist die Idee oder das Thema für die gemeinsame Komposition? „Manche Leute denken, es sei leicht so ein Durcheinander zu komponieren, aber es war harte Arbeit und wir mussten viel ausprobieren und diskutieren um zu unserem Ergebnis zu kommen, aber jetzt ist es richtig gut geworden und wir sind stolz, dass wir es geschafft haben“, so der 10-jährige Paulo über das experimentelle Komponieren.
Kollektives Komponieren ist kulturelle Bildung
Grundlegendes Ziel von QuerKlang ist es, die Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, sich aus eigenem Antrieb mit musikalischem Material und dessen kreativen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und gleichzeitig Neugier, Toleranz und Verständnis für die Vielfalt aktueller musikalischer Praktiken zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt nicht auf einem passiv-rezeptiven Umgang mit ausgewählten Werken, sondern auf einer experimentellen, eigenständigen und aktiven Auseinandersetzung mit verschiedenen musikalischen Materialien und Ideen. Formate und Strukturen gegenwärtiger Musiken werden bei der Entwicklungsphase durchgespielt und besprochen: es entsteht eine erfahrungsbasierte Reflexion.
Die Arbeit mit den Unterschieden und zwischen den verschiedenen Welten aller Beteiligten ist zentral für den Ansatz von QuerKlang..
Gerade die Energie und die Spannungen, die durch Differenzen freigesetzt werden, führen oft zur Entwicklung von etwas Neuem. Ein weiterer wichtiger Bestandteil von QuerKlang ist die kollektive Komposition. Das bedeutet, dass die Entscheidungs- und Aushandlungsprozesse innerhalb der Klassengemeinschaft stattfinden. Das macht den Prozess sehr schwierig und anspruchsvoll und führt auch sehr oft zu Konflikten, die letztlich durch die Herausforderung gemeinsamer Entscheidungen zu bewussten und reflektierten Lösungen führen.
Ein weiterer Aspekt ist die Rollenflexibilität. Die Schüler*innen agieren nicht nur als Komponist*innen, sondern auch als Schauspieler*innen und Zuhörer*innen. Diese Flexibilität betrifft auch die Rollenteilung zwischen Lehrenden und Lernenden.
Die Lehrenden begleiten die von den Schüler*innen selbstgesteuerte Prozesse. Dem Kompositionsprozess der Schüler*innen geht ein vorbereitender Workshop mit den Lehrer*innen voraus. In diesem Workshop geht es um Lehrmethoden und Strategien, die es den Lehrer*innen ermöglichen sollen, den von den Schüler*innen gesteuerten Kompositionsprozess künstlerisch-pädagogisch
zu begleiten. Dies geschieht im Rahmen von vielen kleinen Kompositionsaufgaben mit experimentellen Ansätzen.
Durch die Anwendung experimenteller künstlerisch-pädagogischer Methoden und Techniken zielt das Projekt auf einen flachen Zugang zur Musik durch die kollektive Kreativität der Klassengemeinschaft, die sich nicht an einer Praxis der Musikreproduktion orientiert, sondern eine ständige Erfindungsarbeit erfordert. Kulturelle Bildung bedeutet für uns in diesem Sinne die Entwicklung von experimentell-kreativen Kompetenzen, die Antworten auf die Kontingenz gesellschaftlicher Strukturen geben können.
Luanda war aber für uns viel mehr, als nur einen Koffer voller Methoden und Instrumenten in eine für uns neue Lebensrealität zu bringen.
Wir waren selber Lernende, haben unsere Methoden überprüft und permanent auf das, was die Kinder uns gespiegelt haben überprüft und neu ausgerichtet und auch ganz und gar Neues entwickelt. Ein Bildungssystem, in dem Freiheit und Entscheidungen über Lerninhalte davon überlagert sind, dass ich überhaupt Zugang zu Bildung habe und welche Ressourcen meine Familien und damit die Schule haben, in die ich gehe, benötigt sehr viel behutsamere Methoden um ein demokratisches MIteinander und Freiräume dafür zu gestalten.
Danke an alle Kinder, die uns lernen ließen dadurch, dass sie sich auf die Arbeit mit uns eingelassen haben, an die Lehrkräfte, an das Kulturzentrum in der Cazenga (informelle Siedlung in Luanda), an das Goethe-Institut Angola und die liebevolle Begleitung der Familie der Leiterin des Goeths-Institutes ohne die wir diese Arbeit sicherlich nicht so gelingend hätten durchführen können.
Beim Next Generation Kindertag steht Selbermachen im Vordergrund! Denn Musik liegt jede:m Kind – ob klatschend, trommelnd, streichend, zupfend oder mit deiner eigenen Stimme. Hör zu oder mach mit bei Konzerten wie Mando Beatbox‘ „Lippen Disco“, entdecke singend und swingend deine Stimme bei einem Workshop mit Sabine Wüsthoff, bis vor Kurzem Leiterin des Berliner Mädchenchors, und experimentiere mit Klängen in den Workshops von QuerKlang*. Auch das Klingende Museum hat wieder jede Menge Instrumente zum Ausprobieren im Gepäck. Oder möchtest du sogar dein eigenes
Instrument bauen? Werde kreativ beim Next Generation Kindertag und entdecke dein ganz eigenes Musiktalent.
Mit freundlicher Unterstützung von klangzeitort, dem gemeinsamen Institut für Neue Musik der UdK Berlin und HfM Hanns Eisler Berlin.
Mit dem zweiten Durchgang des Pilotprojekts QuerKlang+ wird die 21-jährige Erfahrung des Programms und UNESCO-Modells „QuerKlang – Experimentelles Komponieren in der Schule“ neben den künstlerischen Bereichen Musik, Theater und Bildende Kunst auf den Bereich Tanz erweitert. Ein weiters mal arbeiten Schüler:innen mit Lehrer:innen, Künstler:innen und Lehramtsstudent:innen verschiedender künstlerischer Disziplinen zusammen und entwickeln als Teams eigene Kollektivarbeiten, die sie im Rahmen des Festivals MaerzMusik / Berliner Festspiele einem breiten Publikum präsentieren.
Als ein einzigartiges Bildungsprojekt ist QuerKlang seit September 2023 eins von 50 geplanten Projekten von Global Goals Berlin.
Das Ziel des Global Goals Berlin e. V. ist, bis zum Jahr 2035 die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UN in Berlin umgesetzt zu haben und sich innerhalb der ersten nachhaltigen Expo zu präsentieren. Eine nachhaltige Ökonomie und handlungsfähige, freiheitlich-demokratische Gesellschaft, die bereit zu mutigen Entscheidungen, Diskurs und Austausch ist - das ist die Vision. Dazu gehört auch ein reformiertes Bildungssystem, das die nächste Generation zeitgemäß auf die Zukunft vorbereitet.
Die experimentell-kommunikative Strategie von QuerKlang ist ergebnisoffen, persönlichkeitsbildend und barrierefrei. Sie hat gleichwertige Zugänge und Erfahrungsräume für alle Teilnehmende und passt damit hervorragend zur Vision des Programms.
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Unterwegs zur Expo 2035 in Berlin: Nachhaltig und kreativ: Schüler improvisieren mit Musik
*QuerKlang ist ein Projekt der QuerKlang gUG in Zusammenarbeit mit kultkom – Kerstin Wiehe, Universität der Künste Berlin / klangzeitort, dem gemeinsamen Institut für Neue Musik der UdK Berlin und HfM Hanns Eisler Berlin und Berliner Festspiele / MaerzMusik – Festival für Zeitfragen. Finanziert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie von Berlin.
QuerKlang wird unterstützt durch PS - die Lotterie der Sparkasse.